Mittwoch, 4. Februar 2009

Einladung zur Vernissage

Am 17. Februar von 18 - 21 Uhr sind Sie herzlich eingeladen zur Vernissage der Gemeinschaftsausstellung der Kursteilnehmer von Sabine Berrs buntem und sehr individuellen Mittwoch-Abendkurs des Atelierprojekts "Keine Angst vor Öl".

Teilnehmer: Christine Stangl, Jürgen Walla, Petra Belz, Elisabeth Brizard, Edeltraud Schlipf, Cordula Diergarten-Frank, Renate Scholz, Renate Abrass, Sophie Nadeau, Ute Zagray.


Ort: Bayerische Pflegeakademie, Ammerseestraße 108, 82131 Gauting. Gute 15 Minuten Fußweg von der S-Bahn.

Sonntag, 1. Februar 2009

Helga Hofmann im Blickpunkt

In der Atelierprojekt-Teilnehmer-Galerie zeigen wir diesen Monat Bilder von Helga Hofmann (*1970).


Helga Hofmann begann ihre malerische und zeichnerische Ausbildung 1996 mit Kursen bei Oliver Stromberg und seit 1997 in der Malschule am Glockenbach bei K. P. Frank.


Seit 1999 Kurse beim Atelierprojekt München bei den Dozenten Silke Blomeyer und Wolfgang Köthe.

Bildergalerie im Atelierprojekt

Dienstag, 30. Dezember 2008

Neu: Teilnehmer-Galerien im Atelierprojekt


Ab Januar 2009 präsentieren wir auf der Atelierprojekt-Website im monatlichen Wechsel je 10 Arbeiten einer Teilnehmerin oder eines Teilnehmers aus unseren Kursen.

Im Januar 2009 sehen Sie Arbeiten des isländischen Künstlers Saevar Karl Olason, links: "Landwehrstraße", 120 x 120 cm, Acryl auf Leinwand.

Die Atelierprojekt-Kunsttipps werden vorerst eingestellt.

Aktuell im Atelierprojekt...

Dienstag, 11. November 2008

Drei Ausstellungstipps


Drei der im Atelierprojekt unterrichtenden Künstler stellen im November/Dezember 2008 in München und Umgebung eigene Werke aus:


Bilder von Cornelia Eichacker können Sie im Rahmen der OFFEN 08 im Städtischen Atelierhaus Baumstraße 8/Klenzestraße 85 betrachten. Offene Ateliers und Rahmenprogramm, Ausstellungsdauer 21. - 23.11.2008. Einzelheiten und weitere Informationen auf der Website des Atelierhauses.


Städteportraits von Stefan Heide aus Berlin, Budapest und Shanghai gibt es in der Pasinger Fabrik noch bis zum 30.11. zu sehen. Geöffnet täglich von 10 bis 1 Uhr. Weitere Informationen auf der Website der Pasinger Fabrik.


Bilder von Jess Walter sind vom 23.11. - 14.12. in der Galerie Alte Brennerei des Kunstverein Ebersberg e.V. zu sehen im Rahmen der Ausstellung Synaptische Felder - Kommunikation und Grenz-Erfahrung. Geöffnet Freitag bis Sonntag 14 - 18 Uhr. Weitere Informationen auf der Website des Kunstverein Ebersberg.

Montag, 3. November 2008

Kunsttipp November von Stefan Heide

Zur Ausstellung 'Spuren des Geistigen' im Haus der Kunst
19.9.2008 - 11.1.2009


Auf dem Weg zur Ausstellung fragte ich mich, inwiefern dieses Thema – Das Geistige, Spuren davon tatsächlich in der Kunst darstellbar sein sollte, da es eben für mich Signum des Geistigen ist, nicht darstellbar zu sein, da es nicht sichtbar ist. Doch der Titel der Ausstellung bezieht sich auf die Spuren, welche das Geistige hinterlässt und dies muss ich zu meiner positiven Überraschung sagen, hat die Ausstellung im Einzelnen und im Gesamten durchaus in mir berührt.
Um einen unvoreingenommenen Eindruck zu erhalten, habe ich nichts über die Ausstellung gelesen. So ist meine selektive Auswahl bestimmter Künstlerpositionen subjektiv und von meiner spontanen Reaktion geleitet.Nebenbei erwähnt fällt auf, dass die Namen der KünstlerInnen zum überwiegenden Teil Männernamen sind. Inwiefern dies mit den patriarchalischen Strukturen der geistigen Verwaltung von Religionen zu tun hat, wäre eventuell eine genauere Betrachtung wert.
Was mir an der Ausstellung als „Gesamtkörper“ betrachtet wirklich gelungen erscheint, ist die Platzierung verschiedener Aspekte dieses so genannt Geistigen, wie Akupunkturnadeln sind diese Bereiche gesetzt und gewichtet.
So sehe ich zwei Betrachtungsformen für die Gesamtanordnung: eine Längsachse, die von der Eingangstüre aus gesehen, also vom ersten zum hinteren Raum, den Aspekt der Vergänglichkeit des Menschen, seines Ausgeliefertseins und des Todes als letzte Gewissheit, für mich eine Hauptachse bildet.
Diese Arbeiten sind für mich von einer durchdringenden Kraft, da sie nicht so sehr das Geistige und dessen Spuren darstellen, sondern vielmehr die Quelle, den Ursprung menschlichen Suchens, die Ohnmacht des Menschen gegenüber einer nicht zu beseitigenden Endlichkeit unbeantwortet lassen.
"Dem Nichts“, aus dem wir kommen, und “das Nichts“, in das wir zurückkehren in eben dieser Bedrohlichkeit, in seiner Schwärze entgegenzutreten, erscheint mir persönlich als künstlerische Reaktion am schlüssigsten, es sei denn der Künstler schafft sakrale Kunst für sakrale Räume.
Die zweite Form, neben der Achse, ist der Kreis bzw. Kern: Der zentrale und größte Raum wird von einer überdimensionalen tibetanischen Gebetsmühle dominiert, die sich sehr schnell dreht, so dass alles ringsum von dieser Bewegung erfasst wird. Dieses jahrtausende alte Glaubenssymbol und Instrument bildet gegenüber dem Gefühl der Verlorenheit und Ohnmacht eine Art zweiten Grundbass, eine Antipode in der Ausstellung, dem der Übung und des daraus resultierenden Glaubens.

Weiterlesen auf der Website des Atelierprojekt

Weitere Kunsttipps des Atelierprojekt

Kunstkurse von Stefan Heide

Dienstag, 30. September 2008

Kunsttipp Oktober von Stefan Zeiler


Vincent Van Gogh in der Albertina, Wien

Mein vielleicht nicht repräsentativer Spaziergang durch die OPEN ART München, die dieses Jahr ihr 20-jähriges Bestehen "feierte" (insofern Kunst heutzutage irgendetwas feiert) hat ergeben: es überwiegt der Inhalt, aber der leidenschaftslos vorgetragene Inhalt, und man muss schon nach Wien fahren, wenn man Bilder sehen will, die sich sowohl auf visuell erfahrbare Wirklichkeit einlassen, als auch diese Wirklichkeit deuten und leidenschaftlich interpretieren, und die doch zugleich Bilder sind, die sich selber aussagen, die also, mit anderen Worten, Formen- und Farbengebilde darstellen, welche ein so simples Motiv wie einen Heuhaufen und eine Wolke oder eine Flasche mit Zwiebeln in eine starke Ausdrucksgebärde, eine Bilderfindung verwandeln.

Ich spreche von den Bilder Van Goghs, die derzeit in einer einzigartig umfangreichen und qualitativ hoch stehenden Auswahl in der Albertina in Wien zu sehen sind (in meiner Erinnerung über 50 Bilder und an die 90 Zeichnungen) und vor denen ich mich vier Stunden lang aufgehalten habe, ohne alles gesehen zu haben. Es ist schon viel über Van Gogh gesagt und geschrieben worden und doch gelingt es dieser Ausstellung, auf Wichtiges, aber bisher nur wenig Bekanntes hinzuweisen: nämlich auf die enorme intellektuelle Kapazität dieses Mannes, der sich seine Kunstmittel systematisch erarbeitet hat und alles andere als ein von Einsamkeit und Emotion und Krankheit gesteuertes "Malschwein" war.

Seine Arbeitsweise ist, was ihre Disziplin betrifft, durchaus vergleichbar mit der sehr präzis durchdachten Arbeitsweise von Seurat, nichts in seiner Orts- und Motivwahl, seiner Lektüre, seiner Mal- und Zeichentechnik, auch nichts in der Wahl seiner Porträtmodelle, Stilllebengegenstände oder seiner kunsthistorischen Arbeitsvorlagen (nach Delacroix, Millet, Rembrandt u. v. a.) bleibt intellektuell unreflektiert (worüber die Briefe unmissverständlich und sprachlich großartig Auskunft geben), so dass selbst ein so kultivierter und weit gereister Großbürger wie Gauguin seinem Kollegen, bei allem persönlichem Vorbehalt, "große Intelligenz" bescheinigte. Ich halte Van Gogh überhaupt für einen der intelligentesten Menschen seiner Zeit, der genau die Möglichkeiten und Erfordernisse der damaligen Kunst erkannt, gegeneinander abgewogen und in einer schier unglaublich kurzen Zeitspanne zu einer Synthese geführt hat, wie es sie weder vor ihm noch nach ihm in dieser Konzentration gegeben hat: die Synthese von Natur und "autonomem" Bildausdruck, die auch Picasso so interessiert und nachhaltig beeinflusst hat.

Ein kleines Manko der Ausstellung ist, dass die sicherlich gerechtfertigte und auch überzeugend dargestellte Ausstellungsthese (siehe Ausstellungstext unten) die sehr komplexe Farbtheorie Van Goghs ganz in den Hintergrund treten lässt. Dazu mein Buchtipp: Kurt Badt: Die Farbenlehre van Goghs. dumont taschenbücher 1981

(Das Buch ist möglicherweise vergriffen)

VAN GOGH - GEZEICHNETE BILDER

Bis 8. Dezember 2008
Die große Herbstausstellung der Albertina präsentiert Vincent van Gogh aus einer völlig neuen Perspektive. Sie bringt den Maler van Gogh mit dem Zeichner zusammen und veranschaulicht mit 150 Werken, wie sehr die expressive Pinselführung in seinen Gemälden durch van Goghs ausdrucksstarke Zeichenkunst vorbereitet wird.

Die Ausstellung ist täglich von 9.00 bis 19.00 Uhr und am Mittwoch von 9.00 bis 21.00 Uhr geöffnet.


Sonntag, 3. August 2008

Kunsttipp August 2008 von Silke Blomeyer


Christian Saerendt, Steen T. Kittl:


"Das kann ich auch" - Gebrauchsanweisung für moderne Kunst


Du Mont Verlag



Es handelt sich hier um einen launigen, äußerst unterhaltsamen Rundumschlag zum Thema Kunst und Kunstbetrieb. Es kriegen eigentlich alle Beteiligten ihr Fett ab, Galeristen, Künstler, Kuratoren und auch Kunstbetrachter. Natürlich trifft das Buch ins Schwarze, so dass man sich oft sagt: “Das kenn ich auch!“, ist dabei aber sehr informativ und enthält auch ungewöhnlche Facetten, wie etwa ein Kapitel wie man eine Vernissage unbeschadet übersteht und ein paar recht brauchbare Ratschläge zur Beurteilung zeitgenössischer Kunst.


Die ungewöhnliche Mischung läßt sich aus der Biographie der Autoren erklären, die beide bildende Kunst studiert haben, was sie gegenüber anderen Publizisten zu Insidern macht. Beide sind inzwischen aber als solche tätig.


Wer also lernen und lachen will, ist hier bestens aufgehoben. Gewarnt sei vor der Desillusionierung, die einen beim Lesen befällt. Leider fehlen den sehr begabten Autoren ein bisschen die Perspektiven oder Ideen, wie den brillant beschriebenen Mißständen abzuhelfen sei. Das ist schade und läßt das Ganze etwas verbittert erscheinen.Trotzdem: uneingeschränkt empfehlenswert.

Weitere Kunsttipps des Atelierprojekts

Kunstkurse von Silke Blomeyer